Vocals aufnehmen
Was brauche ich für die Abnahme einer Stimme?
Ich brauche ein Mikrofon, das wirklich zu MEINER Stimme passt. Kein Audiomagazin hat jemals Mikrofone zu genau diesem Zweck getestet (leider). Kaufe ich ein Mikrofon, weil es bei Harry Rowohlt toll klingt, und vergesse dabei, dass good old Harrys Grundtöne zwei Oktaven tiefer schrammeln als meine und höre ich mich dann wie eine Erdkröte auf Koks an, bin ich alleine schuld.
Ich brauche eine Software mit ausgezeichneten Audioeditingfunktionen, die mir die Nachbearbeitung und den Schnitt meiner stundenlangen Aufnahmen erträglich gestalten.
Meine Kunden und ich selbst müssen sich stundenlang mit meiner Stimme als einziger Hauptklangquelle auseinandersetzen. Von pumpenden Kompressoren zu Tode gebügelte und von mulmenden EQs verkleisterte Aufnahmen helfen Strom zu sparen (Abschaltautomatik beim Hörer).
Meine Abhören müssen es mir bei aller notwendigen Ehrlichkeit erlauben, ihre Abbildung meiner eigenen Stimme zu mögen – sonst steigen Aspirin- und/oder Bierkonsum nach einer halben Stunde Schnittarbeit ins Uferlose.
Mein Aufnahmeraum muss mir den ermüdungsfreien Aufenthalt über LANGE Zeit gestatten.
Und damit meine ich richtig doof. Laute Straßen doppeldoof. Die Ermordung lärmender Nachbarn sollte trotzdem nur in Ausnahmefällen praktiziert werden – etwa dann, wenn das Geld für eine gut gedämmte Sprecherkabine nicht vorhanden ist.
Das alles könnten also unterschiedliche Anforderungen sein… und Gedanken darüber können die Equipmentauswahl und den damit verbundenen finanziellen Aufwand enorm beeinflussen.